Baxmann-Geschichten - Baxmann

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Baxmann-Geschichten

 

Da der Baxmann als Untoter, nicht als Geist den Oldendorfern oft erschien, entstanden um ihn und mit ihm viele Geschichten.
Bitte helfen Sie uns, noch mehr von den schönen Geschichten um die Sagengestalt Baxmann zusammen zu tragen.
Über jede weitere Geschichte sind wir dankbar.

 
 

In seiner Verbannung ist der Baxmann oft sehr nachdenklich und kann über die Menschen nur den Kopf schütteln, lebte er doch im 30 jährigen Krieg, unter Soldaten, Schergen, Plünderern.    
Manchmal ergreift ihn der Missmut über seine erfolglose Arbeit um vom Bann erlöst zu werden, dann wandert er ruhelos im Wald bergauf und bergab. Er nimmt dann wunderliche Gestalten an und wehe den Menschen, die die Hand gegen ihn erheben.

 
 

 
 

Dem Jäger erscheint er als Reh, dem die angelegte Büchse aus der Hand geschlagen wird.
Den Wanderern und Hirten ist er oft als großer schwarzer Hund mit fletschenden
Zähnen und großen glühenden Augen begegnet. Um den Hals trägt er eine große Kette, deren Enden klirrend über die Erde schleifen, eine Warnung für Mensch und Tier.

 
 

 
 

Als ein Wanderer in einem Gasthaus erzählte, dass er sich nicht fürchte, verlangten die anderen Gäste von ihm, dass er es dadurch beweisen könnte, wenn er um Mitternacht ins Totental ginge. Spät abends machte er sich auf den Weg. Als er am Hohenstein angelangt war, hörte er hinter sich schnauben und Kettengerassel. Als er sich umdrehte, sah er einen großen Hund mit einer glühenden Kette auf sich zukommen. Da bekam er es doch mit der Angst und lief fort, so schnell er konnte. Er kam vom Weg ab und sprang quer durch Gestrüpp und Buschwerk. Dann brach er bewusstlos zusammen. Am anderen Tage fand man ihn tot in einer Schlucht des Hohensteins.

 
 

 
 

Ein Mann aus Welsede wollte auch gern einmal den Baxmann sehen. Mit mehreren Freunden ging er in den Wald am Hohenstein.
An einer schattigen Stelle setzten sie sich hin und frühstückten. Dann meinte einer von ihnen:“ Jetzt kann der Baxmann kommen.“ Kaum hatte er das ausgesprochen, da stand ein großer schwarzer Hund vor ihnen. Da verging ihnen der Mut, und sie liefen so schnell sie konnten aus dem Wald hinaus.

 
 

 
 

Vier junge Leute hatten von Baxmann gehört und beschlossen, sich ihn anzusehen. Als sie in die Nähe des Totentals kamen, stand plötzlich ein großer Hund vor ihnen. Der eine meinte, es sei der Baxmann. Ein anderer lachte darüber und ging mit dem Stock auf ihn los. Der Hund aber fiel über ihn her und zerriß ihn. Die drei anderen kletterten schnell auf einen Baum und warteten, bis der große Hund verschwunden war.

 
 

 
 

Zwei Frauen aus Oldendorf suchten auf dem Hohenstein Himbeeren. Als sie fleißig beim Sammeln waren, trat plötzlich ein schwarzer Mann aus dem Gebüsch. Er war von einem grünen Feuer umgeben. Eilig verließen sie diese unheimliche Gegend. Unterwegs begegneten sie dem Förster, der sie fragte, warum sie so liefen. Sie erzählten ihm atemlos ihr Erlebnis. Er sagte ihnen, dass er den Mann schon öfter gesehen habe.

 
 

 
 

Vor vielen Jahren arbeitete ein Schneidergeselle aus Zersen in Bakede jenseits des Süntels, wo heute der Süntelgeist www.süntelgeist.de zu Hause ist. Jeden Sonnabend kam er über den Hohenstein und durch den Flaken nach Hause und kehrte am Sonntagabend auf demselben Weg nach Bakede zurück.
Am zweiten Weihnachtstag war es spät geworden. Es war eine dunkle Nacht. Der Himmel war mit dicken Schneewolken bedeckt und in den Bergwäldern brauste der Sturm. Zeitweise fielen dicke Schneeschauer. Die Mutter wollte ihren Sohn an diesem stürmischen Winterabend nicht gehen lassen. Er ließ sich aber nicht halten. Durch den Flaken wanderte er den Eselstieg hinauf. In der Einsamkeit des Waldes war ihm doch seltsam zumute. Er beschleunigte seine Schritte. Da, was war das? Hinter ihm klang es, als ob eine schwere Kette über den Felsen geschleift wurde. Erschrocken blickte er sich um und sah hinter sich in der Dunkelheit zwei glühende Augen funkeln. Das war Baxmann. Entsetzt eilte der Geselle in großen Sprüngen weiter. Er achtete nicht darauf, dass ihm das Gebüsch Gesicht und Hände verletzte, er sank zu Boden. In Todesangst raffte er sich noch einmal auf und jagte keuchend weiter. Da legte sich eine Pranke auf seine Schulter. Mit einem Aufschrei brach er zusammen. Der große schwarze Hund hatte ihn erreicht und zerriß ihn.
Von bangen Ahnungen erfüllt, erkundigte sich am nächsten Morgen die Mutter durch einen Boten in Bakede, ob ihr Sohn angekommen sei. Da er nicht eingetroffen war, machten sich sofort einige beherzte Männer auf die Suche. Im Schnee konnte man die Spur gut verfolgen. An den Fußstapfen sah man, dass die Schritte immer länger wurden und dass ihn ein großes Tier verfolgt hatte. Man fand schließlich in einer Schlucht die zerrissene Leiche. Im Totenregister des Kirchenbuches Weibeck von 1835 heißt es :“ Friedrich Wilhelm Welhusen aus Zersen, Schneidergeselle, starb den 27.Dezember, warscheinlich um 4 Uhr morgens. Man fand ihn an der Nordseite des Hohensteins erfroren. Er war um 9 Uhr abends von Zersen nach Bakede fortgegangen und hatte sich im Walde verirrt.“  

 
 

 
 
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