Das Lied vom Baxmann - Baxmann

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Das Lied vom Baxmann

 

Ein Mannsbild voller Mut und Kraft,
in allen Dingen sagenhaft,
war einst in Oldendorf zuhaus’.
Die Leute sahen ihn mit Graus’.
Sie flüsterten in trauter Runde,
daß mit dem Teufel er im Bunde.

Ihr fragt, wer dieses Mannsbild ist,
das man bis heute nicht vergißt?
Cord Baxmann wurde er genannt,
war Gastwirt und auch Musikant,
und auch mit 90 oder mehr,
war keine Arbeit ihm zu schwer.

Er hatte Geld im Überfluß,
und deshalb kam man zu dem Schluß,
daß Baxmann Gäste ausgeraubt,
und mancher hat sogar geglaubt,
er würde sie mit kalter Hand
verweisen in das Totenland.

Als schließlich er gestorben war,
geschahen Dinge, sonderbar.
In Oldendorf erschrak man sehr,
denn Baxmann’s Geist irrte umher.
Ein Mönch verbannte ihn sehr bald
wohl in den finst’ren Süntelwald.

Weil er zurückkam dieses Mal,
verbannt’ man ihn ins Totental.
Mit einem Siebe sollte er
dort eine Quelle schöpfen leer.
Weil Wintertags das Naß gefror,
kam’s, daß der Bann die Macht verlor.

Nach Oldendorf kam er erneut,
die Bürger hat das nicht gefreut.
Damit der Spuk ein Ende hat,
verbannten sie ihn aus der Stadt.
Mit einem Fingerhut soll er
Die Quelle nunmehr schöpfen leer.

Wer Baxmann kennt, der weiß genau,
er ist sehr stark und auch sehr schlau.
Bestimmt schafft er es irgendwann
und kommt erneut hier bei uns an.
Vielleicht schon heute oder morgen,
denn immer bleibt er nicht verborgen.

Text: Dr. Edgar Vehre

 
 
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