Bruder Hartmut - Baxmann

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Bruder Hartmut

Nach seinem Tod verblieb der Baxmann als Untoter in seinem Haus. Obwohl er den Bewohnern des Hauses und auch den Nachbarn nichts zuleide tat, so fürchteten sie sich doch vor ihm. Daher sandten sie einen Boten in ein Kloster nach Paderborn und baten um Hilfe. Wenige Tage später kam Bruder Hartmut. Er verstand sogleich, dass der Baxmann noch keine Ruhe in seinem Grab finden konnte, da er ja zu seinen Lebzeiten ein böser Mensch war und seine Gäste betrogen hatte.

Hier mit dem Baxmann und Schwester "Anna"

Er musste zuerst seine Sünden büßen, um Ruhe zu finden in seinem Grab.  So setzte ihn Bruder Hartmut auf eine Kutsche, die mit vier schwarzen Pferden gezogen wurde und so fuhren sie aus dem Ostertore hinaus, Richtung Barksen. Aber je näher sie dem Wald kamen, umso schwerer mussten die Pferde ziehen. Es brach ihnen sogar der Schweiß aus. Da geschah es: der Kutscherknecht hatte sich umgedreht und zurück geschaut. Dies darf man bei einer Verbannung keinesfalls tun, der Bann war gebrochen, der Baxmann hüpfte vom Wagen und lief zurück in die Stadt. So wurde der Baxmann abermals an die Kutsche gebannt, aber diesmal setzte sich Bruder Hartmut neben den Baxmann. So fuhren sie aus dem Ostertor hinaus und dem Hohenstein entgegen. Bruder Hartmut bannte ihn an die Blutbachquelle und erteilte ihm die Aufgabe, diese mit einem Sieb leer zu schöpfen. Noch einmal sollte der Baxmann Erlösung finden. Denn der nächste Winter wurde sehr kalt. Die plätschernden Bäche froren bis auf den Grund und auch die Quellen versiegten. Der Baxmann holte mit dem Sieb die Eisschollen aus der Quelle und warf sie auf die Wiese. Der Bann war abermals gebrochen und er kam wieder zurück nach Oldendorf. Da musste Bruder Hartmut sich noch einmal auf den Weg von Paderborn nach Oldendorf machen und den Baxmann erneut an die Blutbachquelle bannen. Nun muss er sie mit dem Fingerhut leerschöpfen.

 
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