Die Sage vom Baxmann - Baxmann

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Die Sage vom Baxmann

Vor vielen Jahren lebte in Oldendorf ein Wirt und Kaufmann namens Cord Baxmann. Er soll ein habgieriger Mensch gewesen sein, der seine Gäste betrog. Er starb erst im Alter von 91 Jahren. Das war in alter Zeit sehr ungewöhnlich, und er hatte auch bis ins hohe Alter seine tägliche Arbeit noch verrichtet. So glaubten die Menschen, dass er mit dem Bösen im Bunde sei.
Nach seinem Tod gab ihm ein großes Trauergefolge das letzte Geleit. Wie entsetzt waren aber alle, als sie bei der Rückkehr vom Friedhof Baxmann am Fenster seiner Wohnung stehen sahen. Als man ihn das zweite Mal beerdigte, ging er selbst mit den Leuten vom Friedhof wieder nach Hause. So ließen die Oldendorfer zwei Mönche aus Paderborn kommen, die den Baxmann in den Süntel an die Blutbachquelle bannten. Diese sollte er mit einem Sieb leerschöpfen um seine Missetaten zu sühnen. Allerdings wurde der nächste Winter sehr kalt. Das Wasser der Quelle fror zu Eis und dieses konnte er mit dem Sieb ganz leicht herausnehmen. Der Bann war gebrochen und Baxmann erschien wieder in Oldendorf.

Also ließen die Oldendorfer die Mönche ein zweites Mal kommen. Sie bannten ihn abermals an die Quelle und erteilten ihm nun die Aufgabe, diese mit einem Fingerhut auszuschöpfen.
Bis auf den heutigen Tag hat man ihn nicht mehr in Oldendorf gesehen. So muss man annehmen, dass es ihm noch nicht gelungen ist.


Nach Friedrich Kölling Zusammengestellt von Gaby Lingen

 
 

Der Baxmann sollte mit einem Sieb die Quelle leerschöpfen

 
 
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