3. Märchenweltfestspiele in Kirov 31. Mai und 1. Juni 2014 - Baxmann

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3. Märchenweltfestspiele in Kirov 31. Mai und 1. Juni 2014

Bericht über die Teilnahme von:
Joachim Merker      - Baron von Münchhausen  aus Bodenwerder
Lutz-Arnim Simon  - Cord Baxmann aus Hessisch Oldendorf  
Gabriele Lingen      - Anna von Bismarck  aus Hessisch Oldendorf


Auch in diesem Jahr ging wieder eine Einladung an den Baxmann und Anna von Bismarck zur Teilnahme am den Weltmärchenfestspielen in Kirov / Russland. In diesem Jahr wurden sie begleitet von dem Baron von Münchhausen aus Bodenwerder.  Kirov liegt etwa 900 km östlich von Moskau und hat ca. 500.000 Einwohner.

Freitag, 30. Mai  2014  
Um 14 Uhr fahren wir mit dem Taxi zur Herzen-Bibliothek – bereits in Kostümen gewandet.
Dort befindet sich in einem Büroraum das Deutsche Lehrmittel- und Kulturinstitut des Professor Makarov, in welchem auch Masha ( unsere Dolmetscherin) und ihre Mutter Elena mitarbeiten. Elena hat einen Imbiss für uns vorbereitet. Anschließend Besichtigung der Bibliothek. Es werden uns kostbare Bücher gezeigt u.a. eine Lutherbibel von 1556. Wir besuchen auch die Schreibstube des Gründers der Bibliothek Alexander Herzen. Nach der Rückkehr ins Deutsche Institut werden wir von einem Reporterteam erwartet, das die ersten Filmaufnahmen macht und ein Interview führt.

Um 16 Uhr beginnt eine Veranstaltung in der Bibliothek für Studenten der deutschen Sprache und andere Interessierte. Pavel Syrtsev, der Leiter des Kulturdepartements und andere Organisatoren haben uns herzlich begrüßt. Die drei deutschen Figuren stellen sich vor und erzählen. Es folgen eine Tanzgruppe, ein Quiz über Deutschland und Spiele. Wieder ist ein Filmteam anwesend. Später sehen wir im Fernsehen eine Reportage über diese Veranstaltung.

Samstag, 31. Mai 2014 – Weltmärchenfestspiele

Um 9 Uhr werden alle teilnehmenden Figuren (ca. 50) und Begleitpersonen von 2 Bussen am Hotel abgeholt. Wir fahren ca. 80 km  nach Belaya Kholunitza -  eine Kleinstadt an einem Staudamm. Dort findet ein Kinderfest statt. Viele Kinder und auch Erwachsene sind ebenfalls als Märchenfiguren gekleidet. Alle Menschen sind sehr freundlich und aufgeschlossen. Wir gehen in einer längeren Parade durch die Stadt, dort kann sich jeder Teilnehmende auf einer Bühne kurz vorstellen.  Anschließend spielen wir mit Kindern. Zu diesem Zweck haben wir Boccia-Kugeln mitgebracht. Das Spiel wird von den Kindern gut angenommen. Als Belohnung gibt es kleine Souvenirs, die wir mitgebracht haben.

Die russichen Märchenfiguren ziehen bereits vor dem Essen ihre Kostüme aus. Wir haben keine andere Kleidung mitgebracht und bleiben in Gewandung. Nach dem Essen  fahren wir  mit dem Bus in eine andere Kleinstadt und besuchen ein Museum. Die historische Gruppe des Museums  ist als Ritter gewandet und zeigt uns einen Schaukampf. Anschließend Besichtigung einer Holzkirche aus dem 16. Jd. Ein dort wartendes Filmteam hat uns sofort um ein Interview gebeten. Dass wir hier noch in Gewandung waren hat uns viel  Aufmerksamkeit  gebracht. Später sehen wir diese  Filmaufnahmen im Fernsehen.

Gegen 20:30 Uhr waren alle Teilnehmer zu einem bunten Abend eingeladen. Die Organisatoren der Festspiele, Vertreter der Regierung (u.a. Pavel Syrtsev) waren anwesend. Es ergab sich die  Gelegenheit zu vielen interessanten Gesprächen.

Sonntag, 1. Juni 2014 – Weltmärchenfestspiele

Alle Figuren wurden gegen 9:00 Uhr im Hotel abgeholt. Wir machten eine Stadtrundfahrt mit dem Bus und stiegen an interssanten Ort kurz aus. Gegen 11:00 Uhr wurden alle Figuren auf verschiedene Kindereinrichtungen aufgeteilt. Die Deutschen waren in einem Kinderzentrum. Hier waren ca. 40 Kinder jeden Alters mit Eltern und begrüßten die Figuren sehr herzlich. Nach einer Vorstellungsrunde haben alle Figuren mit den Kindern gespielt und wieder kleine Geschenke verteilt. Beim Verlassen der Einrichtung wurden die Deutschen von der Gesandtin der deutschen Botschaft in Moskau, Elisabeth Wolbers, angesprochen. Sie stand schon länger an der Tür und beobachtete das Treiben.
Sie versprach, dass wir sie am Nachmittag wieder treffen würden. Der Grund für ihren Besuch in Kirov lag darin, dass die Festspiele in diesem Jahr unter der Schirmherrschaft der Deutschen Botschaft stand nach dem Motto: „deutsche Tage in russischen Regionen“.

Danach fuhren wir  zum Theaterplatz (Zentrum) um uns für die  Parade aufzustellen. Gegen 15 Uhr marschierten alle zur großen Bühne am Theaterplatz, wo sich alle auf der Bühne aufstellten. Dann Begrüßung durch den Gouverneur und anderen wichtigen Personen. Auch die Gesandtin Frau Wolbers stand dabei. Überall Fernsehkameras und Reporter.

Anschließend geht die Parade durch die ganze Stadt zum Alexanderpark. Dort findet ein großes Kinderfest statt. Den deutschen Figuren wurde ein Platz  zum spielen mit Kindern zugeteilt. Masha, unsere Dolmetscherin und andere Freiwillige haben uns beim Spiel mit den Kindern unterstützt. Wir haben wieder Boccia gespielt und andere einfache Kreisspiele – auch in deutsch. Die Kinder lernten dabei z.B. auf deutsch zu zählen.
Die Gesandtin Frau Wolbers besuchte uns an unserem „deutschen Platz“ und war von unserem Spiel mit den Kindern sehr beeindruckt. Sie freute sich sehr über unseren Einsatz. Gegen 18:00 Uhr hatten wir eine längere Präsentation auf der Bühne im Alexanderpark. Anna von Bismarck und der Baxmann haben kurz über sich berichtet (von Masha übersetzt). An beiden Tagen wurden die Figuren ständig von Kindern und Erwachsenen belagert und um Fotos gebeten.

Gegen Abend trafen wir zufällig Frau Wolbers vor dem Hotel und wir luden sie zu einem Bier in eine nahe Gaststätte ein. Sie willigte ein und so verbrachten wir einen interessanten Abend mit ihr.

Montag, 2. Juni 2014 (privat – oder doch nicht?)

Gegen 10 Uhr holte uns Kikimora, die russische Berghexe am Hotel ab. Sie fuhr mit uns zu ihrer Arbeitsstelle.  Wir fuhren über den Fluß Vyatka in ein kleines Dorf. Dort wurde auf einem großen Gelände ein Spielpark für Kinder eingerichtet (privat). Dort arbeitet Lyudmilla als Kikimora mit Kindern. Diese Kinder werden mit dem Bus gebracht und verbringen 3 Stunden auf dem Gelände mit Spiel und Spass. Kleine Gruppen von 10 – 15 Kinder werden von  einem Animateur, der als Märchenfigur gekleidet ist, betreut. Es gibt riesige Rutschen oder einen Klettergarten, aber ebenso Holzhäuser, mit kleinen Räumen, in denen die Kinder spielen oder auch einen Imbiss einnehmen können. Alles ist aus Holz gebaut und sehr fantasievoll gestaltet. Hier werden viele russische und deutsche Märchen lebendig. Der Park hat uns sehr beeindruckt. Etwas gleichwertiges haben wir in Deutschland noch nicht gesehen.

 
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